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Was kostet eine professionelle Website wirklich?

Ansteigende Säulen aus Marmor, Stahl und rotem Glas auf einem Schreibtisch neben einem Taschenrechner – Sinnbild für steigende Kosten.

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Es gibt aber grobe Preisspannen, typische Kostentreiber und ein paar Fragen, mit denen Sie ein Angebot einschätzen können — bevor Sie überhaupt ein Gespräch führen.

Kurz gesagt

Öffentliche Preisratgeber nennen für Deutschland sehr grob rund 800 bis 5.000 € bei Freelancern und rund 1.500 bis 20.000 € bei Agenturen, nach oben offen. Entscheidend sind Umfang, Individualität und wie viel Arbeit vor dem eigentlichen Design steckt. Das ist eine Marktorientierung, keine Preisgarantie.

Warum es keine einzelne richtige Zahl gibt

Eine Website ist kein Produkt von der Stange — sie ist eine Kombination aus Konzeptarbeit, Design, technischer Umsetzung und, je nach Umfang, Inhalten. Zwei Websites mit fünf Seiten können sich im Preis um mehrere Tausend Euro unterscheiden, wenn die eine ein Standard-Template ist und die andere ein individuelles Konzept mit eigener Struktur.

Deshalb bringt die Frage "Was kostet eine Website?" allein wenig — hilfreicher ist die Frage: Was genau soll die Website für mein Unternehmen leisten? Eine Website, die vor allem als digitale Visitenkarte dient, hat andere Anforderungen als eine, die aktiv neue Kunden gewinnen soll.

Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: Ein Unternehmen, das zum ersten Mal online geht, startet meist bei null — Struktur, Texte, Bildsprache müssen komplett entwickelt werden. Ein Relaunch eines bestehenden Auftritts kann dagegen auf vorhandenen Inhalten aufbauen, was den Aufwand an anderer Stelle verschiebt.

Preisspannen als Orientierung

Öffentlich zugängliche Preisratgeber zeigen für Deutschland grob die folgenden Größenordnungen (Quellen am Ende des Artikels). Die Angaben stammen von Anbietern, weichen je nach Quelle deutlich voneinander ab und hängen vom Umfang ab — sie eignen sich als erstes Gefühl, nicht als Kalkulation.

Unsere eigenen Pakete und Einstiegspreise stehen getrennt auf der Preisseite. Dieser Artikel soll vor allem helfen, Angebote verschiedener Anbieter einzuordnen.

Freelancer

Für eine einfache Business-Website mit 5 bis 10 Seiten nennt Wix (Stand 2025) 800 bis 3.000 € bei Freelancern, für einen Onepager 500 bis 1.500 €. Das Portal experte.de nennt für Freelancer insgesamt 1.000 bis 5.000 €, nach oben offen. Stundensätze liegen laut beiden Quellen bei etwa 50 bis 100 €. Freelancer haben in der Regel weniger Fixkosten als Agenturen, wodurch der Preis für ein vergleichbares Ergebnis oft niedriger ausfällt.

Agenturen

Bei Agenturen nennt Wix für eine einfache Business-Website 2.000 bis 8.000 €, für einen Onepager 1.000 bis 3.000 €. experte.de nennt insgesamt 1.500 bis 20.000 €, nach oben offen, bei Stundensätzen von 80 bis 150 €. Entscheidend ist, wie viele Personen am Projekt beteiligt sind (Konzept, Design, Entwicklung, Text, Projektmanagement) und wie umfassend SEO-Grundlagen, Struktur-Planung und technische Umsetzung mitgedacht werden. Shops, individuelle Funktionen oder mehrsprachige Auftritte liegen deutlich darüber.

Was den Preis tatsächlich beeinflusst

Der größte Preistreiber ist selten das Design selbst, sondern der Umfang der Vorarbeit. Zwei Projekte mit ähnlicher Seitenzahl können sich im Aufwand erheblich unterscheiden, je nachdem, wie viel davon bereits vorbereitet ist und wie viele Entscheidungen während des Projekts noch getroffen werden müssen.

  • Anzahl der Seiten und wie individuell jede davon aufgebaut ist
  • Ob Inhalte (Texte, Bilder) bereits vorhanden sind oder mitentwickelt werden müssen
  • Individuelle Funktionen (z. B. Terminbuchung, Rechner, mehrsprachige Struktur)
  • Wie viel Struktur- und SEO-Planung vor dem eigentlichen Design passiert
  • Anzahl der Feedback- und Überarbeitungsrunden

Woraus sich ein Angebot in der Praxis zusammensetzt

Ein seriöses Angebot ist selten eine einzelne Pauschalsumme ohne Aufschlüsselung. In der Praxis lassen sich die meisten Projekte grob in vier Arbeitsbereiche unterteilen: die Konzept- und Strukturphase (Klärung von Zielgruppe, Aufbau, Inhalten), die eigentliche Design- und Entwicklungsarbeit, die Content-Erstellung oder -Abstimmung, und schließlich Launch, Tests und Übergabe.

Wie viel Gewicht jede dieser Phasen im Angebot hat, hängt stark vom Projekt ab. Bei einer kompakten Website mit vorhandenen Inhalten macht die Konzeptphase oft nur einen kleinen Teil des Aufwands aus. Bei einem komplexeren Projekt ohne vorbereitete Struktur kann genau diese Phase den größten Anteil an der Gesamtzeit — und damit am Preis — ausmachen.

Wie Sie Angebote sinnvoll vergleichen

Zwei Angebote mit unterschiedlichen Preisen sagen wenig aus, wenn Sie nicht wissen, was jeweils enthalten ist. Fragen Sie konkret: Ist die Struktur-/Konzeptphase enthalten? Wie viele Überarbeitungsrunden sind eingeplant? Ist eine technische SEO-Basis Teil des Angebots, oder ist das ein Zusatz? Wer liefert die Texte — Sie oder die Agentur?

Diese vier Fragen erklären meist einen Großteil der Preisdifferenz zwischen zwei scheinbar vergleichbaren Angeboten. Ein niedrigerer Preis ist nicht automatisch unseriös — er bedeutet häufig nur, dass bestimmte Leistungen nicht enthalten sind, die Sie dann selbst übernehmen oder separat einkaufen müssten.

Häufige Fragen

Was Sie vorher wissen möchten

Ist ein günstigeres Angebot automatisch schlechter?

Nicht automatisch — aber prüfen Sie, was fehlt. Oft bedeutet ein niedrigerer Preis weniger Konzeptarbeit, weniger Überarbeitungsrunden oder dass Texte/Bilder komplett von Ihnen kommen müssen.

Lohnt sich eine teurere Lösung für ein kleines Unternehmen?

Das hängt vom Ziel ab. Wenn die Website die erste Anlaufstelle für neue Kunden ist, zahlt sich eine durchdachte Struktur meist aus. Für eine reine Visitenkarten-Präsenz reicht oft eine einfachere Lösung.

Was ist mit laufenden Kosten nach dem Launch?

Rechnen Sie zusätzlich mit laufenden Kosten für Domain, Hosting und gegebenenfalls Wartung. Die Höhe hängt stark vom Anbieter und Umfang ab — lassen Sie sich diese Posten im Angebot getrennt ausweisen.

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